Die wichtigste Sicherheitsmaßnahme, die man treffen sollte, ist die Überprüfung der Quelle, bevor man eine Datei herunter lädt. Dies gilt jedoch nicht nur bei kostenlosen Downloads. Von Kriminellen werden vertrauenswürdige Webseiten nachgeahmt, zu denen dubiose Links führen. Entdeckt man die falsche Identität nicht, lädt man sich statt dem vermeintlich neuesten Mediaplayer eine schadhafte Software auf seine Festplatte. Wenn man sich die Adresse der Webseite genau anschaut, kann man solche Fälschungen leicht enttarnen.
Schwieriger ist es, gefährliche Dateien, die sich hinter einem Button, auf dem eine kostenlose Software beworben wird, zu identifizieren. Die minimalen Sicherheitsmaßnahmen, die man treffen sollte, sind die Verwendung des Popupblockers, ein gutes Antivirenprogramm und eine richtig konfigurierte Firewall. Das alles nützt natürlich nichts, wenn man auf die Frage, ob man sich sicher ist, dass man eine bestimmte Datei downloaden will, gedankenlos auf den Bestätigungsbutton klickt. Selbst wenn ein Antivirenprogramm beim Download eine schadhafte Software entdeckt, kann es schon zu spät sein.
Malware oder Trojaner könnten bereits durch das Netz der Sicherheit geschlüpft sein und sich irgendwo in einem Unterverzeichnis versteckt haben. Sie dort aufzuspüren, ist für einen Laien nicht einfach. Häufig reicht schon der gesunde Menschenverstand, um Schaden abzuwehren. Wenn man bei einer Webseite aufgrund ihrer Aufmachung ein ungutes Gefühl hat, steckt meistens ein guter Grund dahinter. Im Zweifelsfall lieber die Finger von Downloads auf dieser Seite lassen, egal wie verlockend sie sein mögen.
Ungeachtet der Gefahren, sollte man sich die Freude an Free Downloads aber nicht verderben lassen. Man kann für fast jede kostenpflichtige Software ein adäquates kostenloses im Internet finden. Statt allerdings selbst danach zu googeln, empfiehlt es sich, Links zu nutzen, die von vertrauenswürdigen Quellen stammen. Es gibt sichere Webseiten für nahezu jede Kategorie, auf denen nur Links zu finden sind, die auf ihre Sicherheit überprüft wurden. Wenn man sich ausreichend informiert und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen trifft, bleibt ein Free Download auch frei von nachteiligen Folgen.
Viele Internetnutzer kennen es bereits: Ein unbedarfter Klick auf einen Download-Button, der einem die Worte “kostenlos” und “Free Offer” förmlich entgegenschreit, vielleicht noch schnell ein Häckchen gesetzt zur Bestätigung von AGBs, die sich in unverständlichem Amtsdeutsch und Minischrift am unteren Bildschirmrand verstecken und nach wenigen Wochen flattert die dicke Rechnung ins Haus für ein Programm oder Spiel, dass einem doch vermeintlich kostenlos angeboten wurde.
So oder ähnlich ist es bereits tausendfach passiert und kann es immer noch passieren, denn Abo- und Downloadfallen haben weiterhin Hochkonjunktur. Dabei ist es eigentlich einfach ihnen aus dem Weg zu gehen, wenn man denn die richtigen Zeichen erkennen kann.
Die wichtigste Masche der Betrüger ist der sogenannte “Free Download Offer”. Dabei wird jemandem etwas, dass vielleicht normalerweise etwas kostet als kostenlos angeboten. Meist sprechen die Websites dabei selber von “unkomplizierter Anmeldung” und “schnellen Downloads”. Das Aussehen solcher Webseiten kann stark variieren, jedoch haben sie alle eine große Gemeinsamkeit: Den Anmeldebildschirm. Bevor man nicht seine persönlichen Daten in die Felder eingetragen hat, bekommt man auch seinen Download nicht. Denn nur so kommen die Betrüger an die Daten ihrer “Kunden”. Und dies ist auch der erste Anhaltspunkt eine solche Seite zu erkennen. Denn warum sollte man für ein sowieso kostenloses Produkt seine persönlichen Daten, vielleicht sogar Kreditkarten- oder Kontonummer angeben? Außerdem werden Sie fast nie den Hinweis auf irgendwelche Preise entdecken. Weder bei der Registrierung noch beim Download. Denn dieser versteckt sich entweder in den AGBs oder in ellenlangen Fließtexten mit kleiner Schriftgröße, die sich die meisten Menschen sowieso nicht durchlesen.
Sollte man dann doch in die Falle getappt sein, hilft meist schon ein formloser Widerspruch um die Betrüger in die Schranken zu weisen. Dabei sollte man darauf Achten klar zum Ausdruck zu bringen, dass kein Vertrag zustande gekommen ist. In den allermeisten Fällen hat sich die Sache damit bereits erledigt, denn die Betreiber wissen um ihre Rechtslage und lassen es nicht auf ein Gerichtsverfahren ankommen, bei dem sie wohlmöglich noch selber zahlen müssten. Sollte es dennoch zum gerichtlichen Mahnbescheid kommen, ist es wichtig, dass Sie diesem innerhalb der Frist widersprechen denn sonst gilt dieser als rechtskräftig und die Forderung könnte gepfändet werden. Erst wenn die Betreiber nach Widerspruch des gerichtlichen Mahnbescheids auch weiterhin auf ihr Recht pochen, kommt es zum Prozess. Dies ist jedoch erst zwei Mal vorgekommen und in beiden Fällen wurde die Klage der Betreiber abgewiesen.



